Rotkehlchen (Erithacus rubecula)

Artikel von Oktober 2021

Rotkehlchen

Das Rothkehlchen ist 2021 mit dem Slogan „Mehr Gartenvielfalt“ Vogel des Jahres geworden. Der NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.) hat die Wahl dieses Mal erstmals öffentlich veranstaltet. Von 455.000 Teilnehmern, hat sich die Mehrheit für diesen kleinen Sympathieträger entschieden.

Rotkehlchen gehören zu unseren häufigsten Vogelarten und sind nicht nur oft an unseren Futterhäuschen zu sehen. Der kleine Vogel ist meist gar nicht scheu und kommt durchaus mal auf 1 m an den Menschen heran, wenn der beim Garten umgraben Leckerbissen wie Würmer oder Maden frei legt. Generell bevorzugen die Tiere tierisches wie Insekten, Spinnen usw. als Nahrung. Im Winter, wenn es davon nicht mehr viel gibt, wechseln sie dann zu feinen Sämereien, Beeren und Früchten oder eben auch Haferflocken, die es ja meist an den Futterstationen gibt.

Ob gerade ein Männchen oder ein Weibchen zu sehen ist, ist schwierig zu sagen, denn es gibt kaum einen Geschlechtsdimorphismus bei Ihnen. Lediglich Jungtiere sind recht gut zu unterscheiden, da  sie unauffälliger gefärbt sind mit ihrer bräunlichen Brustpartie.

Es singen sowohl die Männchen als auch die Weibchen – die Weibchen allerdings etwas leiser und kürzer. Ihr perlender, relativ lauter Reviergesang wird dabei schnell unterbrochen wenn Gefahr im Anzug ist. Nähert sich jemand auf dem Boden, wird mit einem kräftigen mehrmaligen Tixen gewarnt, bei Gefahr aus der Luft wird ein gedehntes Sieh ausgestoßen.

Rotkehlchen sind eigentlich Zugvögel, d. h. sie ziehen im Winter in den Nahen Osten oder in den Mittelmeerraum. Es ist aber nicht so, dass wir im Winter keine Rotkehlchen an unseren Futterstationen beobachten könnten. Es handelt sich dabei oft um Gäste aus nordischeren Revieren. Allerdings ist auch immer mehr zu beobachten, dass auch Tiere im Winter als Standvögel in ihren Revieren verbleiben. Unsere immer wärmeren Winter sind wohl auch die Ursachen dafür.